Jerusalem oder:
Wehe, wenn die Kommunikation misslingt

15. November 2019

Reisebericht aus Israel #2

Jerusalem oder: Wehe, wenn die Kommunikation misslingt

Mitte November 2019, Sonne, 28 Grad. Es ist dein fünfter Besuch in der heiligen Stadt, und wieder spürst du: Jerusalem ist pure Anarchie. Du gelangst an wunderliche Stätten. Erst auf den Ölberg, wo tote Juden in ihren Gräbern seit 2000 Jahren auf den Messias warten. Ein arabischer Bus bringt dich hinauf, quer durch den arabischen Teil der Stadt. Hinab geht’s ans Grab von Maria, das nach dem Willen orthodoxer Christen gleich beim Garten Gethsemane liegen soll, in einer Höhle, einer Halle tief unter der Erde, voll mit Ikonen und Weihrauch und russischen Mütterchen.
Alt-Jerusalem: Eine orthodoxe Christin betritt das Mariengrab am Fusse des Ölbergs
Foto: Uwe Stolzmann

Von Gethsemane ist’s nur ein Sprung bis in die Altstadt, in dieses Labyrinth aus blankgetretenem Stein. Dämmerlicht der Marktgassen, Geruch von Kreuzkümmel und Koriander. Gesang und Gebet in vielen Sprachen. Die Grabeskirche, die Klagemauer, der Felsendom: Jeder Kiesel scheint hier heilig. 

Diese Stadt ist verrückt, denkst du. «Right!», erwidert Mira Magén, «completely right!» Mira Magén ist eine populäre Erzählerin, Autorin vieler Romane. Eine orthodoxe Jüdin, du triffst sie in einem Café.

Die israelische Erzählerin Mira Magén
Foto: Uwe Stolzmann

Mira Magén erzählt. Einmal, sie sass mittags am Schreibtisch, fiel ihr auf: «Von einer Seite hörte ich Kirchenglocken, von der anderen Seite einen Muezzin und jüdische Kinder aus einer Schule. Der Friede des Himmels wurde gleich mehrfach gestört. Vertreter dreier Religionen klopften lautstark bei IHM an.» Und, fragst du, haben sie Gott erreicht? «Nein», sagt Magén. «Sie versuchen es immer wieder. Aber sie schaffen es nicht.»

«Grabeskirche, Klagemauer, Felsendom: Jeder Kiesel scheint hier heilig.»

Irgendwas muss vor Zeiten gründlich schief gelaufen sein. Und es läuft weiter schief mit der Kommunikation zwischen den Gemeinschaften. Wo Worte aber versagen, fliegen Raketen, herrscht bald wieder Krieg – wie dieser Tage zwischen Gaza und Israel.

Gegen die ganz grossen Krisen sind wir machtlos. Die weniger grossen aber bekommen wir in den Griff – mit dem richtigen Werkzeug.

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